Herz der Finsternis
Eine Theaterfassung von Joseph Conrads Erzählung „Herz der Finsternis“, in der der Genozid der kongolesischen Bevölkerung als Parabel für das geplante Aussterbenlassen von Menschen mit Down Syndrom verstanden werden soll. Während ein nichtbehinderter Erzähler Conrads Text rezitiert, bebildern und kommentieren die HORA-Schauspieler:innen den Stoff primär mit nonverbalen Mitteln. Und dekonstruieren damit Zuschreibungen von ›zivilisierten‹ und ›unzivilisierten‹ Formen in der Welt zu sein und sich zu artikulieren. Die Verknüpfung von Conrads in postkolonialen Diskursen kontrovers diskutierter Erzählung mit der Situation von Menschen mit Down Syndrom erscheint aus heutiger Sicht problematisch, wurde damals aber noch nicht so wahrgenommen.
Die Premiere fand am 8. Juni 2007 im Casinosaal Aussersihl statt.
Mit R. Beuggert, S. Grande, M. Grandjean, Sara Hess, P. Keller, Verena Maurer, L. Meier, M. Oertle, Tiziana Pagliaro, R. Sauter, M. Trinkler, C. Weinheimer, Walter Weiss, H. Züger Regie B. Fäh Bühne Franziska Kaiser Kostüme Barbara Medici, Franziska
Kaiser Musik O. Schmidt und Ensemble Licht A. Brückner Assistenz R. Maio Mitarbeit David Bon, M. Elber, K. Iseli, B. Rusterholz, Amadea Schütz
- Fr., 08. Juni 2007Casinosaal Aussersihl Zürich