Egotopia

Thema von EGOTOPIA ist der zum Ich-Kult gesteigerte Individualismus in den privilegierten westlichen Gesellschaften. Selbsterklärte und geborene König*innen schweifen im Schloss Neuschwanstein, im Schloss Versailles, in der Realityshow Germany’s Next Topmodel und im Wald von Schneewittchen umher und drehen sich endlos um sich selbst. Die Aussenwelt scheint leer zu sein, ohne Konsistenz, ohne Nuancen. Individualistisches Monologisieren wird zu einer neuen Form von Poesie und provoziert die Frage, was wir erreichen können, wenn wir die Künstlichkeit unserer individuellen Rollenbilder mit aller Konsequenz ausspielen. Gibt es Wege, die von der Vereinzelung zur Bildung neuer Gemeinschaften oder zur Entstehung neuartiger Königreiche führen könnten? «Das Theater HORA ist ein Theater in der Möglichkeitsform. Ein Laboratorium für das Leben als Spiel. Lustiges Theater, wenn Disneys Schneewittchenfilm im Schnelldurchlauf zu sehen ist. Zauberhaftes Theater, in dem sich alle in jedem Moment verwandeln können. Eigenartiges Theater, das den Darstellern viel Raum lässt — auch für Improvisation und andere Schrägheiten. (…) Und alle, die mitspielen, haben ihre grossen Momente: Auf dem Laufsteg wie in “Germany’s Next Topmodel“. Im Kleid der Lady Diana. Im Märchen von Schneewittchen. Mit der Maske von Dieter Bohlen. (…) Manchmal ist EGOTOPIA auch sehr berührend. Dann steht Julia Häusermann, der Superstar im Ensemble, auf der Bühne und weint, wie nur eine Königin weinen kann. Im Hintergrund läuft Dieter Bohlens DSDS-Lied Du bist einfach königlich. Die Schauspielerin spricht stumm die Zeilen nach. Vom Himmel, der Trauer trägt, ich spür, dass irgendwie nichts geht, und vom Glück, nicht allein zu sein: Du bist da, für immer wir. Jetzt tanzt das ganze HORA-Ensemble. Grosser Applaus. Und Julia Häusermann lacht, wie nur sie lachen kann.» Tages Anzeiger, 8. November 2018

Eine Koproduktion mit dem Fabriktheater Rote Fabrik Zürich.

Die Premiere fand am 6. November 2018 im Fabriktheater Rote Fabrik Zürich statt.

Amt für Kultur/Kulturförderung Kanton Bern, Kultur Stadt Bern, Pro Helvetia — Schweizer Kulturstiftung, Ernst Göhner Stiftung, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Stadt Zürich Kultur

 

 

Schoellkopf AG, Egon Spühler — Blachen AG Schlieren, Alain Suter — Museum Rietberg, Mine Merz, Stiftung Züriwerk, Förderverein FRIENDS OF HORA

Spiel Gianni Blumer, Matthias Brücker, Matthias Grandjean, Simone Gisler, Julia Häusermann, Sara Hess, Lucas Maurer, Fabienne Villiger, Lukas Kubik Regie Nele Jahnke Bühne & Kostüme Sabina Winkler Mitarbeit Kostüme Noelle Brühwiller Mitarbeit Bühne Michela Flück, Mortimer Chen Video Valentin Merz Mitarbeit Video Moris Freiburghaus Musikalische Leitung und Livemusik Hans-Jakob Christian Mühletaler Künstlerische Mitarbeit & Regieassistenz Yanna Rüger Dramaturgie Ketty Ghnassia Mitarbeit Dramaturgie Marcel Bugiel Texte Julia Weber, Gianna Molinari & Heinz Helle Produktionsleitung Adrian T. Mai Assistenz der künstlerischen Leitung Amadea Schütz Technik Robert Meyer, Tashi Yves Dobler Graphic Design Atelyeah Marcel Freymond Fotografie Maxi Schmitz Administration Conny Marinucci Gesamtleitung HORA Curdin Casutt

  • Mo., 21. Okt. 2019
    , 18:00 Uhr
    Volkstheater Rostock - Grosser Saal
  • So., 13. Okt. 2019
    , 15:00 Uhr
    Heitere Fahne - Bern
  • Sa., 12. Okt. 2019
    , 20:00 Uhr
    Heitere Fahne - Bern
  • Di., 06. Nov. 2018
    Fabriktheater Rote Fabrik - Zürich