Matthias Brücker
BiografieSCHAUSPIELER
Matthias Brücker, geboren 1990, gehörte zu den ersten Absolvent*innen der HORA-eigenen Schauspiel-Ausbildung und ist seit 2009 festes Ensemblemitglied. Seitdem wirkte er in über 30 verschiedenen HORA-Produktionen mit. Sein privater Kleidungsstil ist inspiriert von deutschem Rap und Pop – Musikrichtungen, die er liebt. Sein Motto als Schauspieler ist: «Alles ja sagen auf der Bühne».
Seine Spielweise ist energiegeladen, risikofreudig, hingebungsvoll, mitunter masslos, mit einer Lust auch am Bösen oder an Grenzüberschreitungen, und gleichzeitig doch immer wieder überraschend zart. Er ist ein kluger Kopf mit ausgeprägtem dramaturgischen Verstand. Deswegen schrieb er 2024 für LEONCE & LENA – HORA TOTAL nicht nur überwältigend schöne Theater-Texte, sondern übernahm auch die Co-Dramaturgie (zusammen mit Yanna Rüger) – und wurde in jüngerer Zeit wiederholt auch für derartige dramaturgischen und redaktionellen Aufgaben sowie als Jurymitglied angefragt. Sein Kollege Remo Beuggert sagt über ihn: «Wenn er etwas macht, dann gibt er 100 Prozent. Er kann keine halben Sachen machen.» Seine Art, im Rahmen des Langzeitprojekts FREIE REPUBLIK HORA (2013-2019) Regie zu führen, wurde als «Power Regie» charakterisiert. Die Theaterarbeiten, die dabei entstanden, wie HALLOWEEN 20 JAHRE SPÄTER, ICH SAGE KEIN WORT oder IMMER PROBLEM (sehr frei nach Hitchcocks «Immer Ärger mit Harry») waren in der Regel radikal konzeptkünstlerisch, physisch verausgabend, spielten immer wieder mit Macht- und Gewaltphantasien und wurden dementsprechend kontrovers diskutiert. In seiner Freizeit beschäftigt sich Matthias Brücker auch mit Malerei und hatte bereits 4 eigene Ausstellungen. Sein jüngstes Regie-Projekt DIE LEERSTEHENDEN HÄUSER (zusammen mit Frank Häusermann) wurde als eines von acht für den renommierten Schweizer Nachwuchspreis PREMIO 2025 ausgewählt.