Autofiktionales Schreiben: Von Zwiebeln und dem Meeresgrund

Mit Julia Weber führen wir unsere Schreibpraxis weiter. In autofiktionalem Schreiben möchten wir erproben, wie wir von persönlichen Themen zu literarischen Texten kommen. Was treibt uns um, was macht dieses Ich, das wir sind in der Welt und wie können wir das, was wir fühlen beschreiben, dass auch andere sich erkennen, sich vielleicht sogar zuhause fühlen in unserer Sprache? Die Texte entstehen zunächst auf dem Blatt und wandeln sich dann langsam in den Raum zu möglichen szenischen Anordnungen. Wenn sie ausprobiert wurden, bearbeiten wir sie weiter, gehen immer weiter in die Geschichten hinein. Vielleicht schaffen wir es aus der Perspektive einer Zwiebel zu sagen, was uns traurig macht. Oder wir finden ein Ich, das am Grund des Meeres lebt, wo es keine einzige Farbe mehr gibt. Julia ist Schriftstellerin in Zürich und hat in ihrem preisgekrönten Buch «Die Vermengung» ihr Leben und die Kunst zu einem Text vermengt. Sie hat bereits in einigen Aufeinandertreffen mit dem HORA zu tun gehabt. Im Anschluss an diesen Workshop werden Nele Jahnke, Julia Reichert und Fidel Morf die so entstandenen Texte inszenieren und in einem «Offenen Labor» am 13.12. zeigen.

  • Fr., 13. Dez. 2024
    , 18:00 Uhr
    HORA Labor - Casinosaal Aussersihl