Der kaukasische Kreidekreis

„Was für ein Gewinn“– Süddeutsche Zeitung.

„Eine Sensation in Salzburg… ein Theaterabend der… einem veritablen Erdrutsch gleichkommt“– Nachtkritik.

„Einem inklusiven Schweizer Theater gelingt der grosse Coup“– SRF

Welche Mutter die wahre sei, fragt Bertolt Brecht in seinem Drama Der kaukasische Kreidekreis. Zu befinden hat darüber in Brechts Originalfassung der Richter Azdak, der zwischen der leiblichen Mutter, die ihr Kind nach einem politischen Umsturz zurückgelassen und der Magd Grusche, die es gerettet hat, entscheiden muss. Die Regisseurin Helgard Haug, die dem Kollektiv Rimini Protokoll angehört, fragt in ihrer Inszenierung, was wäre, wenn dem Kind selbst die Entscheidung übertragen würde? Wem sollte sich das Kind anvertrauen? Wer wird zum Vorbild?

Das Theater HORA aus Zürich gibt Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung seit 30 Jahren eine künstlerische Heimat und arbeitet mit vielen internationalen KünstlerInnen zusammen, entsprechend weit ist es über die Grenzen hinaus bekannt. Seine Spieler*innen betrachten die Geschichte des kaukasischen Kreidekreis aus ihrem ganz eigenen Blickwinkel und denken über Aspekte des Kinderkriegens, des Kinderhabens und des Kinderverlierens nach. Sie bringen dabei ihre eigenen Regeln mit, und neue Regeln müssen gemeinsam erfunden werden.

Die Neuinszenierung hatte am 12. August in der Szene Salzburg Premiere.

Hier gibt es mehr Infos zu Rimini Protokoll und den Salzburger Festspielen 2023

Hier gehts zur Dokumentation (ca. 10 Minuten)

Regie Lilja Rupprecht
Spiel Elias Arens, Noha Badir (HORA), Vincent Basse, Matthias Brücker (HORA), Robin Gilly (HORA), Sophie Hottinger, Karin Pfammatter, Fridolin Sandmeyer, Simon Stuber
Licht Andreas Volk
Musik Andi Peter
Dramaturgie Anja Horst
Regieassistenz Fabian Groß
Soufflage Heidi Mumenthaler
Inspizienz Robert Stark
Techn. ProduktionsleitungA Christos Samaras
Spiel Fabienne Villiger (HORA), Gianni Blumer (HORA), Christian Hettkamp, Jonathan Fink, Lilly Hartmann, Nicolas Lech
Kinder Niva Müller, Oswald Mélodie, Oliver Adams, Julian Knüsel
Theaterpädagogik HORA Anna Fierz, Svenja Koch, Florian Lampert
Betriebsbüro HORA Adrian T. Mai

Salzburger Festspiele, Rimini Apparat, Theater HORA. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer*, Theater Winterthur, Staatstheater Mainz / Grenzenlos Kultur Theaterfestival.

*Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

  • Sa., 12. Aug. 2023
    , 19:30 Uhr
    Salzburger Festspiele - Szene Salzburg