Ruhm & Ehre
Theater HORA hat für seine Arbeit viele wichtige Preise und Auszeichnungen erhalten.
Im Jahr 2013 wurde die Produktion «Disabled Theater» von Jérôme Bel zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Sie gehörte zu den zehn besten deutschsprachigen Theaterproduktionen des Jahres. Zum ersten Mal wurde dort ein Stück gezeigt, in dem ausschliesslich Schauspieler*innen mit kognitiver Beeinträchtigung auf der Bühne standen.
Beim Berliner Theatertreffen erhielt die HORA-Schauspielerin Julia Häusermann (heute: Frank Häusermann) den «Alfred-Kerr-Darstellerpreis». Damit wurde ihre besondere Leistung als junge Schauspielerin ausgezeichnet. Sie war die erste Person mit kognitiver Beeinträchtigung, die diesen Preis erhielt.
Ein Jahr später, 2014, wurde sie für den «Bessie Award» New York nominiert. Diese Auszeichnungen waren wichtige Zeichen für die Anerkennung und Inklusion von Künstler*innen mit Behinderung.
2016 erhielt Theater HORA die höchste Theaterauszeichnung der Schweiz: den «Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring».
2023 wurde Theater HORA zu den Salzburger Festspielen eingeladen. Das war eine Premiere: Zum ersten Mal in der über 100-jährigen Geschichte des Festivals war eine inklusive Theatergruppe eingeladen. Die Produktion «Der kaukasische Kreidekreis» erhielt grosse Aufmerksamkeit von Publikum und Medien.
2024 wurde Theater HORA zum zweiten Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Gezeigt wurde die Co-Produktion «Riesenhaft in Mittelerde».
Ebenfalls 2024 wurde die Tanzproduktion «SACRE!» für die Swiss Dance Days ausgewählt. Zudem erhielt der HORA-Schauspieler Matthias Grandjean die «Goldenen Ehrenmedaille des Kantons Zürich». Damit wurden seine langjährige Arbeit im Ensemble und sein künstlerisches Schaffen gewürdigt.